Ausstellung ehrt 50-jähriges Schaffen des Künstlers Francis Bacon
London: Royal Academy of Arts
Ausstellung ehrt 50-jähriges Schaffen des Künstlers Francis Bacon
Die Ausstellung Francis Bacon: Man and Beast in der Londoner Royal Academy of Arts widmet sich dem britischen Künstler Francis Bacon. Im Fokus der Einzelschau steht dabei Bacons Faszination für Mensch und Tier, deren Grenzen er in instinktiven Gemälden verschwimmen lässt.
Francis Bacon, Second Version of Triptych 1944, 1988 Oil paint and acrylic paint on 3 canvases, 198 x 147.5 cm (each) Tate: Presented by the artist 1991
Ab dem 29. Januar 2022 lädt die Royal Academy of Arts in London Besuchende dazu ein, Francis Bacons (1909-1992) viszeralen Gemälde anzusehen, in denen die Grenze zwischen Mensch und Tier aufhebt. Bis zum 17. April 2022 zeigt Francis Bacon: Man and Beast wie sehr Bacon von der Bewegung von Tieren fasziniert war, in der Hoffnung durch die Beobachtung des ungehemmten Verhaltens der Tiere dem wahren Wesen des Menschen näherzukommen. Den Mittelpunkt der eindrucksvollen Ausstellung stellt deshalb Bacons unbändige Faszination für Tiere dar: wie sie seine Annäherung an den menschlichen Körper sowohl prägte als auch verzerrte; wie seine in den extremsten Momenten der Existenz eingefangenen Figuren kaum als Mensch oder Tier zu erkennen sind. So will er in seinen Werken daran erinnern, dass unsere Urinstinkte direkt unter der Oberfläche liegen. Ein Highlight der Ausstellung, die Bacons 50-jähriges Schaffen umfasst, sind einige seiner frühesten Arbeiten ebenso wie sein letztes Gemälde und drei Stierkampfbilder, die zum ersten Mal gemeinsam ausgestellt werden.
Francis Bacon, Portrait of George Dyer Crouching, 1966 Oil on canvas, 198 x 147 cm Private collection
Der am 28. Oktober 1909 in Dublin geborene Francis Bacon gehört zu den bedeutendsten gegenständlichen Malern des 20. Jahrhunderts wurde. Aufgrund seiner zu Lebzeiten als illegal geltenden Homosexualität entfloh der junge Bacon bereits mit 16 Jahren seiner Familie und hielt sich in Berlin und Paris auf, bevor er nach London zog. Hier gehörte der Autodidakt bald zur Künstlerszene, in der unter anderen auch Lucian Freud, Isabel Rawsthorne und John Deakin zu finden waren. Der britische Maler ist für seinegrotesken, emotionsgeladenen und figurativen Motive sowie für die Darstellung deformierter menschlicher Körper bekannt.
Er war einer der berühmtesten niederländischen Fotografen des 20. Jahrhunderts: Ed van der Elsken fing als Straßen- und Reisefotograf kulturelle Umwälzungen ein. Die Ausstellung Ed van der Elsken. Up Close wird noch bis zum 13. September im Rijksmuseum Amsterdam gezeigt.
Kunst für eine funktionierende Koexistenz der globalen Bevölkerung: Im Haus der Kunst in München präsentiert der Argentinier Tomás Saraceno Visionen für neue Formen des Zusammenlebens. Die Ausstellung Tomás Saraceno. Verwobene Welten eröffnet am 17. Juli.