Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal richtet seinen Blick auf die Vergangenheit und die Zukunft: In der Ausstellung Museum A bis Z. Von Anfang bis Zukunft geht es der eigenen Gründungsgeschichte, dem Sammlungsaufbau und der zukünftigen Rolle des Museums nach, im Allgemeinen und dem Von der Heydt-Museum im Besonderen. Die Ausstellung eröffnet am 11. Januar für zwei Jahre.
11. January 2025
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Ottilie W. Roederstein, Drei Lebensalter, 1900, Tempera auf Pappe, 50 x 61 cm
Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal wirft einen kritischen Blick auf die eigene Institution: In der umfassenden Ausstellung Museum A bis Z. Von Anfang bis Zukunft werden aktuelle Themen wie Diversität, Dekolonialisierung und Digitalisierung aufgegriffen. Die Kuratorinnen Anna Baumberger und Dr. Henrike Stein befassen sich dabei mit der gesamten Geschichte des Museums seit der Gründung im Jahr 1902 und reflektieren den lokalen wie globalen Sammlungsaufbau, besonders im Bezug auf koloniale und nationalsozialistische Kontexte. Die Ausstellung eröffnet am 11. Januar und läuft zwei Jahre lang bis zum Januar 2027. Sie dient als Ergänzung der neu konzipierten Dauerausstellung Zeiten und Räume. Klassiker der Sammlung.
Museum A bis Z. Von Anfang bis Zukunft verdeutlicht auf überraschende Weise die historisch gewachsene Vielfalt der Wuppertaler Museumssammlung. Außereuropäische Objekte und Kunsthandwerk gesellen sich zu einer großen Bandbreite europäischer Malerei. Die Exponate werden nicht anhand klassischer Kategorien sortiert und präsentiert, sondern in einer innovativen Struktur vermittelt, die neue Bezüge zwischen den Objekten herstellt. Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Provenienzforschung, einer aktuell wichtigen Aufgabe von Museen. Unter den namhaften Kunstschaffenden finden sich etwa Adolf Erbslöh, Carl Grossberg, Erich Heckel, Emmy Klinker, Max Liebermann, Margrit Linck, Paula Modersohn-Becker, Marie Luise Oertel, Max Pechstein, Ottilie W. Roederstein, Oskar Schlemmer und Maria Slavona.
Weitere Schritte geht das Museum im Bereich barriereärmere Vermittlung: Erstmals können blinde und sehbehinderte Menschen anhand eines Tastmodells das Gemälde Der Sohn des Künstlers auf dem Sofa (1917) von Pechstein erleben. Das Modell dient als Beispiel für die Aufgaben, die das Museum, auch für Museen im Allgemeinen, für die Zukunft sieht. Besuchende der Ausstellung sind eingeladen, künftige Anforderungen an Museen zu diskutieren und Wünsche sowie Ideen zu äußern.
Im Rahmen der Reihe InterNationalgalerie lädt die Alte Nationalgalerie andere Institutionen in die eigenen Räumlichkeiten ein. Den Auftakt macht ab dem 18. Juni das Nationalmuseum in Warschau mit der Ausstellung Die Erfindung der Mythen.
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