Museum Barberini, Potsdam: »Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne«

It’s a Kind of Magic

Mit dem Surrealismus assoziieren nicht nur eingefleischte Kunstkenner und -kennerinnen  Scheinwelten und Traumphantasien. Den Hauch von Magie, der der Stilrichtung aber ebenso innewohnt, zaubert das Museum Barberini in Potsdam nun ab dem 22. Oktober hervor: In der Ausstellung Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne erkennen Besuchende das oft Übersehene. 

22. October 2022
Leonor Fini Das Ende der Welt, 1949 Öl auf Leinwand 35 x 28 cm.
Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Leonor Fini Das Ende der Welt, 1949 Öl auf Leinwand 35 x 28 cm

Man könnte fast sagen, dass der heutige Hang zur Esoterik dem Interesse an der Magie im Surrealismus ähnelt – umso moderner erscheint die Stilrichtung heute. Nachdem André Breton den Grundstein zur damals führenden Avantgarde gesetzt hatte, pflegten Anhängerinnen und Anhänger aus seinem Kreis ein Faible für okkulte Symbole, zu Bildnissen von Magiern, Sehern und Alchemisten. Die Ausstellung Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne im Museum Barberini in Potsdam ergründet ab dem 22. Oktober nun als erste diesen Eifer nach Magie und Mythos. 

Das Museum »spannt den Bogen von der metaphysischen Malerei Giorgio de Chiricos um 1915 über Max Ernsts ikonisches Gemälde Die Einkleidung der Braut (1940) bis zu den okkulten Bildwelten im Spätwerk von Leonora Carrington und Remedios Varo.«  Für die Ausstellung lieh sich das Museum echte Hochkaräter von Salvador Dalí bis Dorothea Tanning aus insgesamt 40 Sammlungen – darunter das Art Institute of Chicago, das Centre Pompidou in Paris oder das Museum of Modern Art in New York. Zu sehen gibt es die 90 Arbeiten von mehr als 20 Surrealisten und Surrealistinnen bis zum 29. Januar.Art.Salon

Kay Sage Morgen ist nie, 1955 Öl auf Leinwand 96,2 x 136,8 cm The Metropolitan Museum of Art, New York, Arthur Hoppock Hearn Fund, 1955
© The Estate of Kay Sage / VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Abbildung: bpk, Berlin / The Metropolitan Museum of Art
Kay Sage Morgen ist nie, 1955 Öl auf Leinwand 96,2 x 136,8 cm The Metropolitan Museum of Art, New York, Arthur Hoppock Hearn Fund, 1955

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