Der Mythos von Adam und Eva, der motivische Parallelen zu Mythen der älteren Religionen Judentum und Islam aufweist, wurde in der christlich geprägten Welt jahrhundertelang als Argument für die niedere Stellung der Frau verwendet, da diese Führung benötige. Der im Bibeltext klar formulierte Wissensdurst Evas, den Adam scheinbar nicht hatte, wurde von der männerdominierten Kirche ignoriert. Eigentlich ist der Mythos wohl aber eine Erklärung dafür, warum es Hungersnöte, Krankheiten und Schmerz gibt: Der Eigensinn der Menschen ist schuld. Sie überschreiten immer wieder Gottes Gebote. Unter anderem mit der Sintflut, die nur Noah mit seiner Familie überlebte, versuchte Gott, der sündigen Menschheit einen Neustart zu schenken, doch die Natur des Menschen ändert sich nicht. Nun trägt eine Ausstellung der Bundeskunsthalle Bonn den kulturgeschichtlich komplexen Titel »Adam, Eva und die Schlange«. Erika und Rolf Hoffmann begann in den 1960er-Jahren mit ihrer Sammlung innovativer, zeitgenössischer Kunstwerke, die sich mit jeweils aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und philosophischen Diskussionen auseinander setzten. Zum großen Teil sind diese zeitlos, vielschichtig und auch rätselhaft, wie der Titel der Ausstellung zu verstehen gibt.
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Wolfsberg: Jubiläumsausstellung von Georg Brandner
Abstraktion eines Lebens
Fortsetzung der Jubiläumsausstellungen: 2026 feiert Georg Brandner seinen 70. Geburtstag und sein 50jähriges Jubiläum als freischaffender Künstler. In verschiedenen österreichischen Städten präsentiert er seine Arbeiten, als nächstes in Wolfsberg: Am 30. Juni eröffnet dort um 18:30 Uhr die Schau Georg Brandner – 70 Jahre Kunst in der Galerie Atelier Berndt.
26. June 2026
Ghent, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst