Im Jahr 1963 präsentierte das Solomon R. Guggenheim Museum in New York mit Six Painters and the Object die erste museale Schau zur Pop Art in der berühmten Stadt. Die Ausstellung des britischen Kurators und Kunstkritikers Lawrence Alloway war wegweisend für die Kunstrichtung und ihre Rezeption in den USA, heute gilt sie als eine der bekanntesten Bewegungen überhaupt. Dieses weniger verbreitete Kapitel der Pop Art greift dasselbe Museum nun wieder auf: Guggenheim Pop: 1960 to Now beleuchtet die Geschichte des Guggenheim Museums in New York im Zusammenhang mit der Pop Art und den anhaltenden Einfluss dieser Bewegung auf Kunstschaffende von heute. Es zeigt, wie die Pop Art das Vertraute fremd erscheinen lässt, das Kommerzielle zum Heiligen erklärt und das Banale ins Spektakuläre verwandelt; es definiert neu, was Kunst sein kann. Die Ausstellung eröffnet in zwei Phasen: Ab dem 05. Juni werden Werke der 1960er und 1970er gezeigt, gemeinsam mit einem der Infinity Mirror Rooms von Yayoi Kusama. Ergänzt werden die Arbeiten mit zeitgenössischen Werken ab dem 26. Juni, anschließend läuft die Ausstellung bis zum 10. Januar 2027.
Besuchende erwarten ikonische Arbeiten aus der Sammlung des Guggenheim Museums von mehr als 20 namhaften Künstlerinnen und Künstlern, darunter Maurizio Cattelan, John Chamberlain, Chryssa, Alex Da Corte, Jim Dine, Mohammed Ahmed Ibrahim, Yee I-Lann, Roy Lichtenstein, Lucas Samaras und Andy Warhol. Erstmals seit 25 Jahren ist in New York wieder die Arbeit Soft Shuttlecock (1995) von Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen zu sehen, eines ihrer mehr als 25 großformatigen Projekten. Die Arbeit wurde eigens für eine Oldenburg-Retrospektive im Jahr 1995 im Hinblick auf die Architektur des Guggenheim Museums entworfen. Die Kunstschaffenden erinnern damit nicht nur an die Rolle eines Museums als unterrichtender Kulturvermittler, sondern auch als Ort der Unterhaltung.