Kunstmuseum Bonn: »Menschen und Geschichten«

Biografien hinter den Kunstwerken

Mit der Ausstellung Menschen und Geschichten. Die Sammlung der Klassischen Moderne untersucht das Kunstmuseum Bonn, wie Lebenswege von Kunstschaffenden ihre Werke prägten. Die Schau rückt besonders selten im Museum zu sehende Künstlerinnen wie Käthe Kollwitz, Marta Worringer und Emy Roeder in den Fokus. Die Exponate werden noch bis September 2027 gezeigt.

05. January 2026
Franz M. Jansen, Promenade, 1925
Foto: Reni Hansen
Franz M. Jansen, Promenade, 1925, Öl auf Leinwand, auf Pappe aufgezogen, Kunstmuseum Bonn

Die Entstehung von Kunstwerken ist stets – mal mehr mal weniger – mit den Lebenswegen und -erfahrungen der Kunstschaffenden verbunden. Im September 2025 eröffnete das Kunstmuseum Bonn die große Ausstellung Menschen und Geschichten. Die Sammlung der Klassischen Moderne, die genau diese Kontexte näher untersucht. Neben beliebten Sammlungshighlights der bekannten Rheinischen Expressionisten zeigt die Neupräsentation auch selten ausgestellte Werke von weniger bekannten Kunstschaffenden und bildet den Facettenreichtum und die Lebendigkeit der Kunstwelt des frühen 20. Jahrhunderts detaillierter ab. Zugleich wird die heutige Perspektive auf Künstlerbiografien und die Art, wie sie unseren Blick auf bestimmte Kunstwerke ändern, reflektiert. Als Beispiel dient Werner Peiner (1897-1984), der in der Zeit des Nationalsozialismus in die »Gottbegnadeten-Liste« aufgenommen wurde. Die Ausstellung läuft noch über ein Jahr bis zum 19. September 2027.

Gezeigt werden Arbeiten von Ernst Moritz EngertMax Ernst, Franz Seraph Henseler, Franz M. JansenAlexej von JawlenskyKäthe Kollwitz, Fifi Kreutzer, August MackeHelmuth MackeCarlo MenseHeinrich Nauen, Marie Nauen-Malachowski, Gabriele MünterEmil NoldeMeret Oppenheim, Olga Oppenheimer, Werner Peiner, Lotte B. Prechner, Emy RoederPaul Adolf SeehausFranz Wilhelm SeiwertHans Thuar und Marta Worringer. Die Ausstellung hat drei Themenschwerpunkte: Selbstportäts, anhand derer sich die Persönlichkeit und biografische Aspekte erkennen lassen, das rheinische Netzwerk um August Macke, das die Bedeutung von Künslterfreundschaften und -bekanntschaften beleuchtet, und Provenienzforschung. Letztere Sektion stellt auch Kunstwerke mit deutlich gekennzeichneten Lücken in der Herkunftsgeschichte aus, an deren Restitution noch geforscht wird.Art.Salon

Hans Thuar, Das Ungleiche Paar, 1922
Foto: Reni Hansen
Hans Thuar, Das Ungleiche Paar, 1922, Öl auf Pappe, Kunstmuseum Bonn
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